TABAKFABRIK
LINZ


HAUS HAVANNA
GESCHICHTE BEWAHREN - ZUKUNFT ERMÖGLICHEN

STANDORT
LINZ, OBERÖSTERREICH
Das Haus Havanna ist Teil des denkmalgeschützten Industrieensembles der Tabakfabrik Linz und zählt zu den prägenden Bauten von Peter Behrens und Alexander Popp. Die Herausforderung der Revitalisierung bestand nicht darin, dem Gebäude eine neue Identität zu geben, sondern seine architektonische Qualität behutsam weiterzuentwickeln. Ziel war es, den historischen Tabakspeicher für zeitgemäße Büro- und Bildungsnutzungen zu öffnen, ohne den Charakter des Bestands zu verlieren.
Ausgangspunkt des Entwurfs war die vorhandene Betonskelettstruktur und ihre klare Ordnung. Neue Eingriffe folgen konsequent dieser Logik und ergänzen den Bestand, anstatt ihn zu überformen. Die historische Architektur bleibt ablesbar und bildet weiterhin das tragende Gerüst des Gebäudes.


FERTIGSTELLUNG
2022
GLASBAUSTEINE
LICHT WIRD
ZUM BAUSTOFF


MASSNAHME
Revitalisierung eines Stahlbeton-Skelettbaus mit Glasbausteinfassade

Prägendes Element der Revitalisierung ist die neue Gebäudehülle aus rund 70.000 Glasbausteinen. Sie greift die sachliche Industriearchitektur auf und bringt Tageslicht in den ehemals nahezu unbelichteten Tabakspeicher. Tragwerk und Fassadenraster orientieren sich an der denkmalgeschützten Struktur.
Im Inneren bildet ein neuer Treppenturm das räumliche Zentrum. Rundverglasungen zitieren die charakteristischen Bullaugenfenster der Tabakfabrik, während flexible Büro- und Bildungsflächen dem historischen Achsraster folgen.

AUFTRAGGEBER
TABAKFABRIK LINZ ENTWICKLUNGS- UND BETRIEBSANLAGEN-
GESELLSCHAFT MBH



BALANCE
ZWISCHEN DENKMAL UND GEGENWART
PROJEKTPARTNER
STEINBAUER ARCHITEKTUR + DESIGN



Die Revitalisierung versteht Denkmalschutz nicht als Bewahrung eines Zustands, sondern als verantwortungsvolle Weiterentwicklung bestehender Architektur. Historische Substanz und zeitgenössische Ergänzungen bleiben bewusst unterscheidbar und bilden dennoch ein selbstverständliches Ganzes.
Das Haus Havanna zeigt, wie die Revitalisierung denkmalgeschützter Industriearchitektur neue Perspektiven eröffnen kann. Wenn der Bestand zum Ausgangspunkt des Entwurfs wird, entstehen Gebäude, die ihre Geschichte bewahren und gleichzeitig Raum für zukünftige Nutzungen schaffen.
MAGAZIN
VOM TABAKSPEICHER ZUM ARBEITSORT
FOTOGRAFIE
MW ARCHITEKTURFOTOGRAFIE





BALANCE
ZWISCHEN DENKMAL UND GEGENWART
TABAKFABRIK
LINZ










MAGAZIN
VOM TABAKSPEICHER ZUM ARBEITSORT




Das Haus Havanna ist Teil des denkmalgeschützten Industrieensembles der Tabakfabrik Linz und zählt zu den prägenden Bauten von Peter Behrens und Alexander Popp. Die Herausforderung der Revitalisierung bestand nicht darin, dem Gebäude eine neue Identität zu geben, sondern seine architektonische Qualität behutsam weiterzuentwickeln. Ziel war es, den historischen Tabakspeicher für zeitgemäße Büro- und Bildungsnutzungen zu öffnen, ohne den Charakter des Bestands zu verlieren.
Ausgangspunkt des Entwurfs war die vorhandene Betonskelettstruktur und ihre klare Ordnung. Neue Eingriffe folgen konsequent dieser Logik und ergänzen den Bestand, anstatt ihn zu überformen. Die historische Architektur bleibt ablesbar und bildet weiterhin das tragende Gerüst des Gebäudes.
Prägendes Element der Revitalisierung ist die neue Gebäudehülle aus rund 70.000 Glasbausteinen. Die Materialwahl ist bewusst gewählt: Glasbausteine gehören seit Beginn des 20. Jahrhunderts zur sachlichen Industriearchitektur und ermöglichen gleichzeitig eine hohe Tageslichtausbeute für den ehemals nahezu unbelichteten Tabakspeicher. Tragwerk, Fensterbänder und Fassadenraster orientieren sich konsequent an der denkmalgeschützten Struktur. Zwischen Bestand und Ergänzung entsteht kein Bruch, sondern ein präziser Dialog.
Auch im Inneren bleibt der Bestand richtungsweisend. Ein neuer Treppenturm bildet das räumliche Zentrum des Gebäudes und verbindet die Geschosse über zwei gegenläufige Sichtbetontreppen. Die markanten Rundverglasungen zitieren die charakteristischen Bullaugenfenster der Tabakfabrik und schaffen neue Blickbeziehungen innerhalb des Hauses. Die Büro- und Bildungsflächen orientieren sich am historischen Achsraster und bieten gleichzeitig maximale Flexibilität für unterschiedliche Nutzungen.
Die Revitalisierung versteht Denkmalschutz nicht als Bewahrung eines Zustands, sondern als verantwortungsvolle Weiterentwicklung bestehender Architektur. Historische Substanz und zeitgenössische Ergänzungen bleiben bewusst unterscheidbar und bilden dennoch ein selbstverständliches Ganzes.
Das Haus Havanna zeigt, wie die Revitalisierung denkmalgeschützter Industriearchitektur neue Perspektiven eröffnen kann. Wenn der Bestand zum Ausgangspunkt des Entwurfs wird, entstehen Gebäude, die ihre Geschichte bewahren und gleichzeitig Raum für zukünftige Nutzungen schaffen.