IWG
BÜRO- UND BETRIEBSGEBÄUDE


MONOLITH
EIN BAUKÖRPER
MIT INDUSTRIELLER KLARHEIT
STANDORT
MARKGRAFNEUSIEDL, NIEDERÖSTERREICH




Industriearchitektur entsteht aus Prozessen, Abläufen und funktionalen Anforderungen. Das Büro- und Betriebsgebäude der IWG Galvanisierung übersetzt diese Rahmenbedingungen in eine klare architektonische Sprache. Ziel war es, ein Betriebsgebäude zu entwickeln, das den Produktionsprozess unterstützt und gleichzeitig die Identität des Unternehmens nach außen sichtbar macht.
Der Entwurf folgt der inneren Organisation des Betriebs. Produktion, Lager und Verwaltung werden als eigenständige Funktionen ablesbar, fügen sich jedoch zu einem klar gegliederten Gesamtbaukörper zusammen. Das langgestreckte Volumen wird durch den erhöhten Lagertrakt strukturiert und erhält dadurch eine prägnante Silhouette mit eindeutiger Orientierung.
STRUKTUR
ARCHITEKTUR
ALS AUSDRUCK
DER FUNKTION

FERTIGSTELLUNG
2019 - ERWEITERUNG 2023

KLARHEIT
REDUZIERT AUF
DAS WESENTLICHE

MASSNAHME
NEUBAU IN Stahlbeton-Skelettbau mit BetonfertigteiLFassade
Die Materialität unterstreicht diesen Gedanken. Während der Lagerbereich mit einer ruhigen anthrazitfarbenen Paneelfassade in Erscheinung tritt, verleiht die vertikal gegliederte Betonfassade der Produktionshalle Tiefe, Rhythmus und Maßstab. Die Betonlisenen strukturieren den Baukörper und machen seine Funktion nach außen ablesbar. Das metallisch ausgeführte Unternehmenslogo greift den Arbeitsbereich der Galvanisierung auf und fügt sich selbstverständlich in das Fassadenkonzept ein.
Die Architektur verzichtet bewusst auf gestalterische Überhöhung. Konstruktion, Material und Proportion bestimmen das Erscheinungsbild. So entsteht ein Betriebsgebäude, dessen Identität nicht durch dekorative Elemente, sondern durch Klarheit und Präzision geprägt wird.

AUFTRAGGEBER
IWG ING. W. GARHÖFER GES.M.B.H.

FUNKTION
GESTALTUNG
FOLGT DEM ARBEITSPROZESS
WACHSTUM
ZWEI BAUKÖRPER. EINE ARCHITEKTUR-SPRACHE


Mit der zweiten Bauphase im Jahr 2023 wurde das Ensemble um eine weitere Produktionshalle erweitert. Anstatt einen eigenständigen Neubau zu entwickeln, wurde die ursprüngliche Entwurfsidee konsequent weitergeführt. Der neue Baukörper übernimmt die architektonischen Prinzipien des Bestands und interpretiert sie mit größeren Abständen der vertikalen Betonlisenen neu. Dadurch wächst nicht nur die Produktionsfläche, sondern auch die architektonische Identität des Unternehmens.
Das Projekt zeigt, dass Büro- und Betriebsgebäude mehr leisten können als reine Funktionalität. Werden betriebliche Abläufe, Konstruktion und Architektur gemeinsam gedacht, entstehen Gebäude mit hoher gestalterischer Qualität, klarer Orientierung und langfristiger Beständigkeit.
FOTOGRAFIE
MW ARCHITEKTURFOTOGRAFIE
IWG
BÜRO- UND
BETRIEBSGEBÄUDE

MONOLITH
EIN BAUKÖRPER
MIT INDUSTRIELLER KLARHEIT




STRUKTUR
ARCHITEKTUR
ALS AUSDRUCK DER FUNKTION


Das Kirschhaus entwickelt sich aus einer klaren architektonischen Grundidee: der Urform eines langgestreckten Baukörpers mit Satteldach. Auf einem Hanggrundstück in Weibnitz, Niederösterreich, nimmt das Einfamilienhaus die Topografie, den prägenden Kirschbaum und den Ausblick auf die Rax-Schneeberg-Gruppe als Ausgangspunkt des Entwurfs. Die Reduktion auf eine einfache Bauform schafft Orientierung und stärkt den Bezug zwischen Architektur und Landschaft.
Der Baukörper ruht auf einem massiven Sockelgeschoss aus Beton und folgt dem natürlichen Geländeverlauf. Darüber spannt sich ein Holzbau, dessen klare Silhouette die landschaftliche Umgebung aufnimmt, ohne sie zu dominieren. Die Öffnungen sind präzise gesetzt und folgen keiner Regelmäßigkeit. Sie entstehen dort, wo Blickbeziehungen, Belichtung und räumliche Qualität zusammenfinden. So werden der Kirschbaum, die umliegenden Wälder und die Berglandschaft zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Wohnens.
Der Zugang erfolgt auf Höhe des ursprünglichen Geländes und führt entlang einer zentralen Erschließungsachse durch das Haus bis in den Garten. Der zweihüftig organisierte Grundriss trennt gemeinschaftliche und private Bereiche klar voneinander. Im Süden öffnen sich Wohnen, Essen und Kochen zur Loggia und zur Landschaft. Im Norden liegen die Schlafräume mit Ausblick in den Garten und unter das Blätterdach des Kirschbaums. Ein zentral positionierter Kamin gliedert den Wohnraum, schafft räumliche Zonierungen und übernimmt gleichzeitig eine funktionale Rolle als thermischer Speicher.
Die Konstruktion basiert auf einer Holzrahmenbauweise auf einem massiven Betonsockel. Eine dunkel ebonisierte, bandsägeraue Fichtenfassade verleiht dem Baukörper Tiefe und lässt die einfache Geometrie prägnant erscheinen. Mattschwarze Fensterrahmen und die zurückhaltende Dachfläche ergänzen die reduzierte Materialität und unterstreichen die klare Formensprache.
Dem ruhigen Erscheinungsbild des Äußeren steht ein warmer Innenraum gegenüber. Naturgeölte Fichtenfenster, gebürstetes Eichenparkett und sorgfältig aufeinander abgestimmte Materialien schaffen eine helle, natürliche Wohnatmosphäre. Das Haus versteht sich nicht als Objekt in der Landschaft, sondern als Teil des Ortes. Seine Qualität entsteht aus Proportion, Materialität und der präzisen Beziehung zwischen Architektur, Mensch und Umgebung.